Entstehung des Modells SAFP®

Da ich lange Zeit selbst von Ess-Störungen betroffen war und zahlreiche erfolglose Therapien hinter mir hatte, hatte ich mich auf die Suche nach alternativen Möglichkeiten gemacht. Auf meinem Weg zur Freiwerdung begründete ich zahlreiche Selbststudien und erlangte daraus ein unschätzbares Wissen über die Ess-Störung und den Weg in ein freies selbstbestimmtes Leben. Mir ging es nie vorrangig um die “Selbsttherapie”, sondern ich hatte immer die Entwicklung eines Freiwerdungsmodells im Auge, das gewinnbringend aus der Ess-Störung – im speziellen die Magersucht – führt. Ich wollte anderen dieses Martyrium ersparen, da sich doch jetzt im nachhinein betrachtet – ein so einfaches System der Freiwerdung dahinter verbirgt.

Von der Ablehnung des Selbst – zurück zu sich selbst.
Aus der Dunkelheit – zurück ins Leben.
Aus der Leere – hinein in die Gefühlswelt.

Ich hätte mir damals ein Therapiemodell gewünscht, dass neben der Ursachenfindung mir Lösungen zeigte, und vor allem auch wie ich selbst zu meiner Freiwerdung beitragen kann. Ich hätte mir damals wen gewünscht, der mir geholfen hätte, es selbst zu tun. Denn jeder Schritt, den ich mir selbst erarbeitet hatte, gab mir Kraft, dass ich alles schaffen konnte, was ich will (Selbsthilfe-Strategien für den Alltag). Da dies in meinem Leben aber nicht der Fall war, war ich ganz auf mich alleine und meine Experimentierversuche gestellt. Der Freiwerdungsprozess war begleitet von vielen Hochs und Tiefs. Jedoch wurden die Hochs immer mehr und ich konnte langsam Gefühle wieder zulassen. Dies gab mir Sicherheit und bildete die Basis, an meinen Selbstthemen zu arbeiten. Mein Selbstwert, – bewusstsein, -vertrauen war zu Beginn gleich 0 und so war es mein größter Schatz, als ich diese in mir aufgebaut hatte. Denn dies führte für mich zu einem glücklichen und selbstbestimmten, zufriedenen, leichten Leben. Ich habe mich selbst wieder wichtig genommen, anstatt nach der Meinung der anderen zu leben. Ich habe nur mehr Dinge getan, die ich wollte und nicht die, die ich glaubte zu sollen. So konnte ich am Ende ganz von alleine die Ess-Störung loslassen.