Ess-Störung: Warum ich?

Ess-Störungen treffen unterschiedliche Menschen aus den verschiedensten Lebenssituationen. Von einer guten Kindheit bis zu einem traurigen Elternhaus; von einem mehr oder weniger gutem Selbstwert bis hin zu totaler Selbstverachtung. Gerade ich, die aus einem sehr “perfekten” Hause kam, war irritiert, warum ich diesen Weg wählte. Und auch viele andere, die eine wirklich sehr gute Kindheit hatten, bekamen eine Ess-Störung. Warum? Ich begann dieses Muster zu durchleuchten und kam auf folgenden Schluss.

Es gibt ein Muster, dass bei allen gleich ist.
Es sind Menschen,
- die ihren eigenen Gefühlen misstrauen,
- ihre eigene Meinung leugnen
- Angst vor Außenseiterrolle haben,
- etwas gegen ihren Willen tun,
- nicht Nein sagen können,
- Angst haben, etwas Falsches zu sagen
- Verlust, Trennung erleben usw.

Da sie nicht wissen, wie sie ihre Gefühle ausdrücken sollen bzw. wie sie mit ihren Problemen/Erfahrungen umgehen sollen, werden diese verdrängt. Über die Jahre entsteht eine innere Leere. Diese Leere tut weh und muss irgendwie gestillt werden. Man erstickt diese Gefühle der Leere oder hungert sie weg.

Was bedeutet für mich Frei von Ess-Störungen zu sein?
Frei von Ess-Störungen bedeutet:
• Selbstbestimmung (Eigenverantwortung)
• Umgang mit den eigenen Gedanken/Gefühlen
• Aufbau des Selbstwertgefühls: Selbstakzeptanz/Selbstliebe
• Selbstbewusstsein “Wer bin ich und was kann ich”

Augenmerk auf Blenderfunktionen gerichtet, schadet!
Die Blenderfunktionen – wie ich sie nenne – spielen im Grunde keine wirklich bedeutungsvolle Rolle bei der Freiwerdung. Blender sind zb Figur, Normal-Essen, Schuld, Versagen, Kontrolle, Leistung, Perfektion, dünn sein etc. Treten Sie bei der Freiwerdung in den Vordergrund, dann bewirken Sie „nur“, dass sie von der eigentliche Ursache ablenken. Meiner Meinung nach geht es immer um unterdrückte Gefühle und Bedürfnisse sowie Selbstablehnung.

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